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Für Unternehmen sind die Produkte am besten, die wir sowieso schon gerne nutzen

1976–1980: Gründung

Der Apple I, 1976

Das Unternehmen Apple wurde am 1. April 1976 von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne mit einem Startkapital in Höhe von 1300 US-Dollar gegründet. Die Geschäftsanteile zwischen Jobs, Wozniak und Wayne waren nach dem Schlüssel 45 %: 45 %: 10 % verteilt. Alle drei kannten sich aus dem Homebrew Computer Club, einem Club von Enthusiasten und Hackern, aus dem viele Computer-Pioniere und -Unternehmer hervorgegangen sind. Dieser Club wird bezüglich des Personal Computers als „Schmelztiegel für eine ganze Branche“ bezeichnet. In dem Trio war Wozniak der kreative Bastler, ein – wie der Journalist Steven Levy schreibt – genialer Computer-Hacker, dem jedoch jedes Gefühl für Geschäftliches fehlte; Steve Jobs war der Visionär, der die Idee zur Firmengründung vorantrieb und Ron Wayne war derjenige, der die beiden zusammenbringen und zwischen ihnen vermitteln konnte, so dass sie sich auf ein gemeinsames Konzept einigten. Wayne kümmerte sich um die juristischen Formalien der Firmengründung und zeichnete auch das erste Logo der neuen Firma, das Isaac Newton unter einem Apfelbaum, an dem ein einzelner Apfel hing, sitzend zeigte. Der Mitgründer Wayne verließ Apple bereits elf Tage später, aufgrund von Sorgen um die Zahlungsmoral der Firma Byte Shop, die der erste Kunde der neuen Firma war. Seine Anteile am Unternehmen verkaufte er dabei für insgesamt 2300 US-Dollar.

Das Konzept und die Entwürfe für den Apple I, den weltweit ersten Personal Computer, entstanden unter Federführung von Wozniak kurz vor der Firmengründung in Los Altos im Silicon Valley. Sein PC lieferte die Basis für die Idee zur Firmengründung und war gleichzeitig das erste Produkt der Firma Apple. Die anschließend mit Hilfe von Steve Jobs montierten Baugruppen des Gerätes wurden ab Juli 1976 bei der Computerkette Byte Shop unter dem Slogan Byte into an Apple für einen Verkaufspreis von 666,66 US-Dollar in geringen Stückzahlen von etwa 200 Exemplaren veräußert. Das Nachfolgemodell, der 1977 erschienene Apple II, war der letzte industriell hergestellte PC, der – wie der Apple I – vollständig von einer einzelnen Person, Steve Wozniak, entworfen wurde. Zur Entwicklung und Vermarktung dieses Computers waren weitere über die Verkaufserlöse des Apple I hinausgehende Investitionen notwendig. Diese machten 1977 die Umwandlung von Apple in eine Kapitalgesellschaft notwendig, wobei die erste größere Investition von Mike Markkula getätigt wurde. Mit seinen eingebrachten 250.000 US-Dollar hielt er fortan 26 Prozent der Firmenanteile. Der im Juni 1977 der Öffentlichkeit vorgestellte kommandozeilenorientierte Apple II entwickelte sich rasch zu einem Verkaufsschlager und gilt als einer der erfolgreichsten Personal Computer seiner Zeit.

1981–1984: Xerox PARC, Lisa und Macintosh

Das LISA Operating System, eines der ersten Fenstersysteme

Beflügelt vom großen Erfolg des Apple II begann das Unternehmen bereits im Herbst 1979 mit der Arbeit an einem neuen zukunftsweisenden Projekt. Unter dem Codenamen „Macintosh“ wurde die Entwicklung eines intuitiv zu bedienenden Computers für breite Bevölkerungsschichten ins Auge gefasst. Der verantwortliche Jef Raskin drängte dabei insbesondere auf die Einbindung einer kurz zuvor durch Xerox vorgestellten grafischen Benutzeroberfläche (engl. graphical user interface). Diese verfügte bereits über das grundlegende Konzept heutiger GUIs mit Fenstern, anklickbaren Icons und einer Menüführung zur Bedienung via Computermaus nebst Mauszeiger, das sogenannte WIMP-Paradigma. Damit sollte die zuvor bei Computern vorherrschende und Spezialwissen voraussetzende kommandozeilenorientierte Oberfläche abgelöst werden. Raskin veranlasste daraufhin Steve Jobs im November 1979, das Forschungszentrum Xerox PARC (Palo Alto Research Center) aufzusuchen, um sich selbst ein Bild machen zu können. Jobs war von der GUI des Xerox Alto beeindruckt und entsandte wenige Wochen später weitere Apple-Entwickler zum Begutachten der Technologie. Xerox erhielt im Gegenzug die Gelegenheit, vor Apples Börsengang 100.000 Aktien im Wert von damals einer Million US-Dollar zu erwerben.

Ebenso wie dem 1981 vorgestellten Xerox Star mit seiner GUI war auch Apple mit dem 10.000 US-Dollar teuren Apple Lisa zwei Jahre später kein kommerzieller Erfolg beschieden, obwohl die GUI von Apple bereits einige Verbesserungen wie überlappende Fenster, Dropout-Menüs, Drag and Drop und der Papierkorb hinzugefügt worden waren. Erst 1984 gelang es dem wesentlich preisgünstigeren und in großen Stückzahlen verkauften Macintosh, die grafische Benutzeroberfläche auf dem entstehenden PC-Massenmarkt zu etablieren.


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